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24. Dezember 2012

Fröhliches Weihnachtsfest!

Ich bin gerade auf dem Sprung und auf dem Weg zur Familie.
Ich wünsche Euch ein wunderbares Weihnachtsfest und falls wir uns nicht mehr sehen, einen guten Rutsch ins neue Jahr 2013. 

(Danke für die Weihnachtskarte, Marcel!)


21. Dezember 2012

Stricken bis zum Untergang!

Lang nichts mehr gebloggt. Die Zwangspause hat aber nichts mit Weihnachtsstress zu tun (bzw. nur bedingt), sondern wirklich eher mit dem normalen Arbeitsalltag. Mein Vorhaben, dem Weihnachtswahnsinn zu entkommen und mich eher besinnlich auf die Feiertage einzustimmen ist mir bisher ganz gut gelungen und ich hab auch ein paar hübsche selbstgemachte und gebrauchte Geschenke.
Vor zwei Tagen fiel mir auch geistesblitztechnisch ein Weihnachtsgeschenk für meinen Freund ein. (Denn was ich ihm basteln sollte, war mir bis dato noch ein Rätsel.) Und dann die Erleuchtung, ich stricke ihm einen Schal! Das letzte mal Schal stricken, war vor 14 Jahren und endete in einem löchrigen, bunten, ungleichmäßigen Wollrestelappen.

Also stiefelte ich Mittwoch schnell zu einem wundervollen Strickwarenladen und kaufte Wolle, setzte mich vor dem Rechner und frischte mein Strick-"wissen" mit Youtube-Tutorials auf.
Am ersten Abend fing ich an und stellte nach 3 Stunden fest, dass mir der Schal irgendwie zu kratzig ist und überlegte ob das an den dünnen Stricknadeln (noch von Oma) liegen könnte.

Am zweiten Abend druselte ich wieder alles auf und nahm die dicksten Stricknadeln die ich noch von meiner Oma hatte und stellte nach 5 Stunden fest: Wolle alle, halber Schal. Heute ging es wieder in den Strickwarenladen und die gleiche Wolle gab es nicht mehr und ich hätte ohnehin mit Nadeln Stärke 8-9 Stricken sollen. Hm! Also hab ich High-End-Super-Technik-Nadeln gekauft...drusel nochmal auf und hoffe heute noch mit dem Schal fertig zu werden....noch bevor die Welt untergeht!



10. Dezember 2012

Resturlaub, Kalte Füße inklusive, Bengalische Märchen

Da hat sich ja doch wieder eine kleine Liste angesammelt.

Den Anfang macht "Kalte Füße inklusive - Mein Jahr in der Antarktis" von Nora Graser.
Die Geophysikerin Nora Graser beschreibt in diesem Buch, ihre Erlebnisse in der Antarktis auf der Neumayer Station und auch zu der wichtigen Vorbereitungszeit.
Sie gehört zu einer Gruppe von 9 Leuten, die auf der Forschungsstation arbeitet und überwintert. Berichtet vom Leben, von ihren Eindrücken und ihrer Faszination für Kaiserpinguine und Weddelrobben. Besonders interessant fand ich die Aussagen zu den meteorologischen Phänomenen (Nebensonnen, Whiteout).
Was mir persönlich etwas fehlte, waren tiefere Aussagen zu den sozialen, psychischen Beziehungen mit den anderen Teilnehmern. Es wird zwar über sie berichtet, allerdings nur oberflächlich.


Als Nächstes gab es das Hörbuch (auch aus der Bibliothek) "Resturlaub" von Tommy Jaud. Hörbuch deshalb, weil ich 1. wieder mal das Medium testen wollte (Seit meiner Bibi-Blocksberg-Zeit sind etliche Jahre vergangen.) und 2. mich die heutige Unterhaltungsliteratur reizt, aber ich nicht einsehe Geld dafür auszugeben und kostbare Zeit mit dem Lesen zu vergeuden. Während des Hörens kann man ja auch andere Dinge tun.
Nun sah das so aus, dass ich an den Sonntagnachmittagen mit meinem Freund kuschelnd der Geschichte zuhörte.
In Resturlaub, wunderbar gelesen von Christoph Maria Herbst, geht es um  37-jährigen Brauerei-Manager Pitschi Greulich, der meint dass das Leben noch mehr bieten müsse. Sein bester Freund heiratet, seine Freundin will an den Stadtrand ziehen und ein Haus bauen, und zum elften Mal soll er mit seinen Freunden auf Mallorca fliegen. Dem überdrüssig, entzieht er sich all den Verpflichtungen und fliegt nach Argentinien um sein Leben komplett umzukrempeln. Was leichter klingt, als es tatsächlich ist.
Eine schöne, unterhaltsame und witzige Geschichte.

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Nun noch ein Neuzugang, den ich letzten Samstag (nicht mehr allzu nüchtern) in Leipzig beim Westpaket (*klick*) kaufte. Für 1 Euro und Gratis-Glühwein, quasi geschenkt.

"Bengalische Märchen - aus Indien und Banglasdesh"

"Ein Hirt hütete die Kühe des Palastes. Unter den Kühen befand sich eine, die, kaum daß die Herde auf das Feld getrieben war, in den Wald hinein davonrannte. Der Kuhhirt war es schon müde geworden, sie jeden Tag suchen zu gehen."



("Bengalische Märchen - aus Indien und Banglasdesh", Herausgeber: Heinz Mode und Arun Ray, Verlag: INSEL)

6. Dezember 2012

Smoothie - Frühstück zubereiten in 5 Minuten

Ich gehör nicht zu den Frühstücksverweigerern, die frühs nichts essen können. Im Gegenteil, ich kann, also ich könnte, aber ich bin zu faul. Nicht mal ein Nutellabrötchen holt mich eher aus dem Bett, da fang ich mit gesundem Vollkornbrot und Paprika-Tofu-Aufstrich erst garnicht an.
Das wäre ja auch völlig ok, wenn sich dann auf dem Weg zur Arbeit nicht das Magenknurren und der kurzfristige Halt beim Bäcker für ein Schokobrötchen einstellen würde. Zu mal der Bäcker, nach dem ich nun ständig mein Schokobrötchen dort kaufte, den Preis auch noch um 20 % erhöht hat.
Nun geht das auf Dauer mal garnicht und eine Alternative musste her.
Die ist zwar nicht so neu, auch nicht für mich, kommt aber jetzt fast täglich zum Einsatz.

Für den einfachen Smoothie brauch man auch gar nicht viel:
  • Bananen
  • Hafer
  • nach Bedarf Zucker
  • Milch/Sojamilch
  • Mixer oder heroische Muskelkraft


Nach dem ich die Bananen (sinnloserweise) klein geschnitten habe und sämtliche Zutaten in den Meßbecher gefallen sind, pürier ich die Zutaten klein. Danach füll ich den Brei mit Milch auf, je nach dem wie dick der Smoothie werden soll.


Natürlich kann man die Zutaten auch varrieren. Erdbeeren statt Bananen, Leinsamen statt Hafer oder einfach alles was sich auffindet zusammenhauen. Bei mir reichte es aber nur für Bananen und Hafer.


Gut ich geb zu, an den dekorativen Stilelementen hab ich etwas gespart. Der Strohhalm bringt es nicht wirklich und der Smoothie geht da auch niemals durch...aber das tut ja nichts zur Sache. Die inneren Werte sind auch hier ausschlaggebend.
Fazit: lecker, gesund,  max. 5 Minuten Zubereitungszeit

1. Dezember 2012

Gestern

So, nun noch ein kleiner Nachtrag, da ich gestern nicht mehr dazu kam.

Als Erstes eine Überraschung, die ich gestern sah. Während meines momentanen Praktikums in der Öffentlichkeitsarbeit des Museums, durfte ich auch schon einige Fotos von Ausstellungen und dergleichen machen. Dabei wurde mir eine neue Kamera in die Hand gedrückt und ich zog los um zu fotografieren. Was ich dabei nicht wusste war, dass die Bilder auch an Zeitungen weitergeschickt wurden.
Gestern früh kam nun meine Chefin mit der Zeitung und einem veröffentlichten Bild von mir.
WAAAAH! Hab ich mich natürlich riesig gefreut. In diesem Fall steht das "PR" nicht nur für Public Relation, sondern viel mehr für PRaktikantin!

Nach Feierabend zog ich natürlich gleich los, um mir die Zeitung zu kaufen. Wird eingerahmt und kommt übers Bett.


Außerdem holte ich gestern mein Paket von Heymountain Cosmetics bei der Post ab. Ich hatte noch einen Gutschein und wollte nun endlich mal etwas bestellen. (Und unter anderem die Haarcreme Cotton Candy ausprobieren...duftet herrlich!) Den Einkauf machte ich über deren Homepage (www.heymountain.com). Bei der Kaufabwicklung gab es noch ein Feld, für Bemerkungen, Parolen und den Gutschein-Code. Was mit Parole gemeint war, wusste ich nichts ganz.

 
Einen Versuch war es ja wert...
Jedenfalls gab es eine Badebombe dazu. Batman freut sich sicher.
 






30. November 2012

4. Woche: Sparsamkeit - Letzter Tag

So gut wie es auch anfing, endet es nicht. Jedenfalls nicht ganz. Ich hab es zwar geschafft unter der 100 €-Marke zu bleiben, allerdings waren die Lebensmittel nicht immer gesund, öfters im teureren (näheren) Laden gekauft und im Dispo war ich trotzdem.
Als ich dann Anfang der Woche auf meinen Kontostand sah und dort 4,07 Haben stand, war es dahin mit der Motivation und es kam die "Ach-egal"-Stimmung auf. Ich hab mich zwar nicht um den Verstand geshoppt, allerdings hab ich mir die letzten Tage ein wenig Süßes gegönnt.

Den größten Lebensmitteleinkauf machte ich letztes Wochenende, als ich für mich und meinen Freund etwas Leckeres zubereiten wollte (italienischen Nudelsalat). Dafür brauchte ich noch eins, zwei Sachen und Schwups...waren die 20 Euro auch schon fort.
Wenn ich mir vorstelle, dass ich hätte jeden Tag etwas kochen wollen, das Geld hätte niemals gereicht. Und jeden Tag Kartoffeln mit Quark oder Nudeln ist vielleicht auch nicht unbedingt der Hit.
Ich weiß nicht, ob es überhaupt möglich ist super-gesund und super-günstig  zu kochen. Vielleicht kommt es auch auf den Geschmack an, aber ich bin nicht der Suppen-und-Eintöpfe-Mensch.

Trotzdem bin ich auch ein gaaaaanz kleinwenig stolz auf mich. Immerhin habe ich es geschafft, mich zurückzuhalten. Und die größten Ausgaben waren die der Lebensmittel und das Konzert, sowie das Rückfahrticket vom letzten Monat (Bremerhaven) dass mit ca. 90 Euro auch schwer ins Gewicht fiel. Anzuziehen hab ich auch diesen Monat  nichts. Meine Drogeriesachen nehmen so langsam ab (und zu, aber davon berichte ich morgen).

Das Haushaltsbuch hab ich diese Woche etwas schleifen lassen, aber glücklicherweise noch die Quittungen in der Tasche gehabt.

Für Dezember versuch ich diesen Sparmodus durchzuhalten, denn auch wenn ich im Minus war, war es trotzdem ein schönes Gefühl am 20. des Monats noch Geld zur Verfügung zu haben.

Gesamtausgaben  für Lebensmittel (November):  67,18 €

23. November 2012

The Dogbones

Mir kam vor ein paar Tagen die Idee, dass ich eigentlich auch eine Rubrik aufmachen könnte die sich mit Musik beschäftigt. Ich steck da zwar nicht soooo tief in der Materie wie manch anderer und renn auch nicht auf jedes Konzert oder Festival, aber ich kenn trotzdem ein paar gute Bands außerhalb des Mainstreams, die es vorzustellen lohnt. Und glücklicherweise ist mein Musikgeschmack auch nicht allzu eingefahren, so dass sich auch immer Mal etwas anderes findet. Hoff ich.

Noblesse Oblige machte den Anfang und heute folgt - wie der Titel schon verrät -   
The Dogbones.

The Dogbones hab ich Ende 2008 das erste Mal gehört und sie landeten auch direkt in den Repeat-Modus und wurden wochenlang gehört. Ausschließlich.

Die Band aus London gibt es seit 2007 (laut Wikipedia), geht in Richtung Grunge, Punk, "Voodoo Rock" und brachte bisher ein Album raus. Viel mehr gibt es auch nicht zu sagen, da die Bandmitglieder auch in weitere Projekte involviert sind und anscheinend nur wenig Zeit für die Dogbones bleibt. Schade, und ich hoffe das ändert sich noch, denn Potenzial besitzt die Band auf jeden Fall.







22. November 2012

Armkette, Halskette DIY

Es wird mal wieder Zeit für ein kleines DIY-Projekt, da ich kurzzeitig unbeaufsichtigt mit Fimo-Knete allein gelassen wurde.



Was braucht man?

  • Fimo-Modelliermasse Soft
  • eine ebene Unterlage (in meinem Fall der Tisch mit Butterbrotpapier ausgelegt)
  • etwas zum ausrollen, ein Nudelholz macht sich da schlecht. Ich hab eine leere Weinflasche genommen (ohne Etikett)
  • Biegeringe
  • irgendetwas zum ausstanzen, in der Größe eines 5-Cent-Stückes
  • eine Rundzange oder Flachzange oder Beides (im Notfall geht es auch so, aber die Nägel sind dann hin und es ist eine ziemliche Fummelei)
  • eine breitere Nadel (oder in meinem Fall ein Head-/Eyepin bzw. Ösenstift) für die Löcher
Und dann geht es auch schon los. Man nimmt sich die Modelliermasse und fängt an zu kneten, um das Material erst mal etwas weich zu machen. Wenn man nun mehrere Farben besitzt kann man sie auch miteinander verkneten (?). Das gibt dann einen schönen Marmoreffekt. Je länger man das allerdings macht, desto mehr vermischen sich die Farben. Aus blau und gelb wird dann eben auch irgendwann grün.


Wenn man denkt, die Masse ist jetzt weich genug und einem gefällt die Marmorierung oder die Farbe, nimmt man die Weinflasche oder das Nudelholz und rollt den Fimo aus. Dabei sollte dünn ausgerollt werden, bei ungefähr 2-3 mm Höhe.
Danach sticht man kleine runde Plättchen aus, wie beim ausstechen von Weihnachtsplätzchen.
Für ein Armband reichen 6-8 und für eine Halskette ca. 15 Stück aus.
Links und rechts an den Seiten der Plättchen bringt man ein Loch an, damit später die Biegeringe durch können.


Dann kommt das Ganze 30 min in den Ofen bei 110° C. Dabei sollte man auch gut lüften, da es sich ja um Kunststoff handelt.
Nach dem der Fimo abgekühlt und ausgehärtet ist, kommt in jedes Loch eine Biegering. Und zwischen den einzelnen Plättchen mit Ring noch ein Zwischenbiegering. (siehe Bilder)



 Dann werden alle Glieder miteinander verbunden. Wenn man möchte kann man noch einen Karabinerhaken anbringen. Und fertig ist das Armband oder in diesem Fall die Kette.


Viel Spaß beim ausprobieren!

20. November 2012

3. Woche: Sparsamkeit

Ich bin platt. Es ist bereits der 20. und ich hab tatsächlich noch Geld übrig. Wuhuu.
Die Lebensmittelausgaben sind immernoch verschwindend gering. Größtenteils liegt das aber auch an meinem Freund, der die Wochenendeinkäufe bezahlt. Unter der Woche gibt es ab und an Mensa oder ein Schokobrötchen (ja ich weiß, nicht wirklich gesund) oder klassisch Schnittchen/Stulle/Brot.
Bauernfrühstück gab es auch, mit Kartoffeln aus dem Blumentopf.

Das Haushaltsbuch führe ich auch noch und bin auch ganz stolz, dass ich nur wenige Ausgaben zu verzeichnen habe.
Die Anschaffungen sind alle vertretbar und meine größte Ausgabe war das Konzert + Cd + Drinks (insgesamt 30 Euro) diesen Monat.

Interessant war die Erfahrung, die ich im DM machte. Ich hatte einen Kleinbildfilm den ich da entwickeln lassen wollte. Die Fotoabteilung liegt meistens im hinteren Teil des Geschäftes, so dass man erst mal durch den Laden und an den Makeup- und Limited Editions-Aufstellern vorbei muss. Dabei fiel mir ein Set von Alverde in die Augen. Ein Set! Limited Edition! Keine Ahnung was es ist, worum es sich dabei handelt und ob es nach alter Socke riecht...aber ich will es haben! So die ersten Gedankengänge. Nun hielt ich es auch schon in der Hand. Ein paar Sekunden kämpfte ich auch mit mir und OH WUNDER, ich stellte es wieder zurück, ging zur Fotoabteilung, gab meinen Film ab und ging raus.

Für manch einen muss sich das völlig daneben anhören, aber ich find das faszinierend. Etwas haben zu wollen, dass man noch nicht mal richtig angesehen hat. Ich weiß auch jetzt nicht, was das eigentlich war. Ich vermute ein Duschgel und eine passende Lotion. Beides brauch ich nicht. Und trotzdem fiel es mir schwer, es wieder zurück zu legen.
Das lässt natürlich viele philosophische Fragen im Raum stehen.
Ähnlich ging es mir, als ich eine kostenlose Zeitschrift durchblätterte und mich eine kleine Nagellackflasche anlächelte. (Mein wunder Punkt.) Lila. "ein tiefer Pflaumenton". Klingt gut. Spricht mich an. Hab ich noch nicht. Mag ich lila? Nee!
(Natürlich gilt das auch für andere Bereiche, z. B. Technik. Wie viel sinnlosen Müll gibt es eigentlich. Nette kleine Spielereien. Einfach nur für einen kurzen Spaß und Unterhaltung. Weder Notwendig, selten sinnvoll, kaum umweltschonend.)

Mit dem Aufbrauchen läuft es gut. Nun ist auch ein Conditioner leer geworden. Von meinem Duschgel bin ich langsam genervt und freue mich richtig auf den nächsten Drogerieeinkauf. Das Gute daran ist, dass ich beim nächsten Einkauf nicht unbewusst "irgendwas" in den Korb hauen werde, sondern bewusst nach dem Duschgel suchen werde, mit dem ich ein paar Wochen aushalten möchte.

Gesamtausgaben für Lebensmittel: 23,09 €


19. November 2012

Augen in der Großstadt

 Wenn du zur Arbeit gehst
am frühen Morgen,
wenn du am Bahnhof stehst
mit deinen Sorgen:
da zeigt die Stadt
dir asphaltglatt
im Menschentrichter
Millionen Gesichter:
Zwei fremde Augen, ein kurzer Blick,
die Braue, Pupillen, die Lider -
Was war das? vielleicht dein Lebensglück...
vorbei, verweht, nie wieder. 

Du gehst dein Leben lang
auf tausend Straßen;
du siehst auf deinem Gang, die
dich vergaßen.
Ein Auge winkt,
die Seele klingt;
du hast's gefunden,
nur für Sekunden...
Zwei fremde Augen, ein kurzer Blick,
die Braue, Pupillen, die Lider -
Was war das? Kein Mensch dreht die Zeit zurück...
Vorbei, verweht, nie wieder. 

Du mußt auf deinem Gang
durch Städte wandern;
siehst einen Pulsschlag lang
den fremden Andern.
Es kann ein Feind sein,
es kann ein Freund sein,
es kann im Kampfe dein
Genosse sein.
Er sieht hinüber
und zieht vorüber ...
Zwei fremde Augen, ein kurzer Blick,
die Braue, Pupillen, die Lider -
Was war das?
Von der großen Menschheit ein Stück!
Vorbei, verweht, nie wieder. 

(Kurt Tucholsky)


17. November 2012

Liebe wird oft überbewertet

Mit „Liebe wird oft überbewertet“ von Christiane Rösinger bin ich nun fertig und fand es auch recht amüsant. Leichte Lektüre für Zwischendurch.

„Eine hintergründige, komische und vor allem liebevolle Abrechnung mit der Liebe“ steht in der Beschreibung.
Ich find das Thema „überzeugter Single“ interessant. Denn ich find nichts Verkehrtes daran, wenn man sich selbst genügt und auf eine Beziehung verzichtet. Natürlich fragt man Freunde und Bekannte, wenn man sie länger nicht gesehen hat. „Und? In der Liebe? Gibt es da jemanden?“…aber irgendwie klingt man dann doch ziemlich nach seiner Tante Paula und ist sich dessen erst bewusst, nach dem man die Sätze ausgesprochen hat. Wenn dann mit „Nein“ geantwortet wird, schaut man sein Gegenüber besorgt an. Aber warum eigentlich? Natürlich gibt es Singles die ungern welche sind, aber was ist mit den Überzeugten?
Wieso fällt es den Beziehungsmenschen so schwer, daran zu glauben?
Vielleicht ja wirklich, wie Frau Rösinger meint, da wir von allen Seiten mit romantischen Beziehungsbildern überhäuft werden und denken, das müsse nun mal der Lauf der Dinge sein. Für alle.
Letzten Endes hören diese diversen Filme aber auch immer dann auf, wenn das Pärchen zusammen gefunden hat (nach den üblichen dramatischen Ereignissen). Aus gutem Grund natürlich. Denn mit zwei Fingern die schmutzigen Socken des meist männlichen Partners vom Boden zu heben und in die Waschmaschine zu tragen, ist weit weniger romantisch. Weniger romantisch ist auch die zarte Blume, die sich von der Jungfrau in den Drachen verwandelt, den man ehemals eigentlich bekämpft hatte.
Und wenn ein Film mit einem Beziehungsthema beginnt, dann doch oft mit der Trennung oder dem vorzeitigen Ableben des Anderen.
Nichts desto trotz gibt es aber auch viele Vorteile und schöne Seiten in einer Beziehung.
Man sollte vielleicht offener mit verschiedenen Lebensmodellen umgehen, denn ein Patentrezept hat vermutlich niemand.

 
Als nächstes hab ich mit dem Buch „Kalte Füße inklusive – Mein Jahr in der Antarktis“ von Nora Graser begonnen. Eigentlich schon in Bremerhaven und nun hab ich es mir aus der Bibliothek besorgt.

„Die Vorbereitungszeit am Alfred-Wegener-Institut begann am 1. August 2006. Bis dahin waren es zwar noch über drei Monate, aber ich war jetzt schon sehr neugierig, was für Leute wohl in meinem Team sein würden. Ich wusste nur, dass wir zu neunt wären und dass das Team aus einem Arzt und Stationsleiter, einem Koch, einem Ingenieur, einem Elektiker, einem Elektroniker und Funker, einer Meteorologin, einer Luftchemikerin und zwei Geophysikerinnen bestehen würde.“

Wie der Titel bereits verrät, geht es um die Überwinterer der Neumayer-Forschungsstation, die 15 Monate in der Antarktika verbrachten.

Auch mitgenommen hab ich „Ich – Geschichten meines Lebens“ von der Schauspielerin Katherine Hepburn.

„Bevor ich Ihnen irgend etwas über mich selbst erzähle, möchte ich, dass Sie etwas über die Welt erfahren, in die ich hineingeboren wurde. Über meinen Hintergrund. Damit meine ich natürlich meine Mutter und meinen Vater.“

Der Bücherstapel ist inzwischen enorm.


16. November 2012

Weihnachtsgeschenke: gebraucht und gebastelt

Bald ist es wieder so weit. Die Weihnachtszeit beginnt und ehe man sich versieht ist der

24. Dezember auch schon da und man steht am frühen Nachmittag in der Kaufhalle und sucht nach passenden Geschenken für die Lieben.
Jedes Jahr der gleiche Stress.
Die Eltern wünschen sich wie jedes Jahr nichts. Und dennoch sieht es blöd aus, wenn Dürre unter dem Weihnachtsbaum herrscht. Mal abgesehen davon dass das Schenken ja auch etwas Schönes hat.
Nun besitzt aber jeder, schon alles. Und das, was er nicht besitzt, kann er sich kaufen. Und was er sich nicht leisten kann, das kann ich mir erst recht nicht leisten.
So wird die einstige besinnliche Weihnachtszeit zum wochenlangen Stressfaktor und man zerbricht sich viele graue Zellen darüber, was man denn Ausgefallenes schenken könnte.
Dann fängt man schon aus Verzweiflung an, Fragebögen im Internet auszufüllen um sich dann „passende“, „individuelle“ Geschenke anzeigen zu lassen. Das reicht dann von Skireisen, zu Vögeln die singen, wenn die Pflanzen anfangen zu vertrocknen, bis hin zu einem Bierbrauset.
Skireise ist jenseits meines Budget und irgendwie kann ich mir meinen Vater auch nicht auf Ski vorstellen, einen weiteren „schwulen Bubi“ braucht er auch nicht und hat seinen auch kaltherzig abgestellt, so dass er nicht mehr singt, wenn ich in die Hände klatsche und ob ein Bierbrauset so das Wahre ist, wage ich auch zu bezweifeln.


Nun, lange Rede, kurzer Sinn.
Ich spiele schon seit einiger Zeit mit dem Gedanken Weihnachten unter ein Motto zu stellen. Statt Geschenke zu kaufen, soll es selbstgemachte oder gebrauchte Geschenke geben. (Natürlich nicht die hässliche Vase, die man seit Jahren im hintersten Winkel des Schrankes aufbewahrt.)
Bestärkt in meiner Idee wurde ich noch von einem Freund, der mir erzählte, dass er gute Bücher verschenke und die schlechten wegschmeisse. Ich war zwar über letzteres konsequentes Handeln leicht schockiert, allerdings mochte ich die Idee des Verschenkens von Dingen die man besitzt.
Vielleicht wäre das ja ein Anfang, einen Schritt zurück zu der besinnlichen Weihnachtszeit zu gehen. Statt in der kalten  Jahreszeit mit vollen Einkaufsbeuteln und stark abnehmenden Bargeld sowie wachsendem Dispo von Geschäft zu Geschäft zu schlittern, gemütlich zu backen und zu basteln und Bestände durchzusehen.


15. November 2012

Noblesse Oblige (Adel verpflichtet)

...heißt die Band, auf deren Konzert ich letzten Samstag war. Und was soll ich sagen? Ich fand es toll! So toll, dass ich sie hier unbedingt vorstellen muss.
Die Musik ist erfrischend anders und vor allem vielseitig, von Chanson, zu Gothic, zu Pop und Punk, teilweise an den Pulp-Fiction-Soundtrack erinnernd.

Sebastian Lee Philipp und Valerie Renay gründeten die Band 2004 und brachten bisher 3 Alben heraus, an dem 4. wird gearbeitet.

Reinhören lohnt sich!


7. November 2012

1. Woche: Sparsamkeit

Bisher läuft es gut mit den vielen Vorhaben. Allerdings wurde ich auch kräftig unterstützt und kann daher keine wirklich bedeutsame Aussage zum Thema "100 Euro für Lebensmittal in einem Monat" treffen.
Unter anderem wurde ich letzte Woche zum Sushi-All-You-Can-Eat eingeladen und das Sonntagsessen wurde auch ausgegeben. Ansonsten gab es "Resteressen". Chili aus der Dose, der Rest vom Sonntagsessen und eine selbstkreierte Speise aus dem was noch da war. (Kartoffeln, Bohnen, Zwiebeln) Bisher war ich also noch gar keine Lebensmittel einkaufen. Ich bin noch nicht verhungert und ungesund lebe ich auch nicht.
Nur einmal hab ich gesündigt und an der Tanke ein Schoko- und Käse-Schinken-Croissant gekauft. Für zusammen 3 Euro. Da zahlt man bei manch einem Bäcker mehr. War also noch im Budget.

 
Das führen des Haushaltsbuches fällt mir leicht, da ich auch noch nicht viel eingetragen habe. Es ist zwar erst der 7. des Monats, aber manch einer hat da schon kein Geld mehr. (Ich schließ mich da nicht aus.) Und im Moment stehen auch keine Ausgaben für Nonsens dabei. Das waren alles Dinge die notwendig oder sinnvoll waren. (Mal abgesehen von den Croissants...anderseits hätte mein Kollege sonst sein Frühstücksbrötchen abgeben müssen...)

Die letzten zwei Wochen ist auch ein Shampoo und ein Duschgel alle geworden. Statt der Flüssighandseife, die nun auch leer ist, benutz ich jetzt eine der zahlreichen Seifenstücke, die sich im Laufe der vielen Geburtstage, Weihnachtsfeiertage und anderen Gelegenheiten angesammelt haben.

Nagellacktechnisch trag ich Taube auf den Fingernägeln und Pink, ja richtig, Pink, auf den Fußnägeln. Glücklicherweise ist Winter und ich hoffe die Flasche bis Mai leer zu bekommen.
Wenn sich jetzt jemand fragt "Warum besitzt die denn pinken Nagellack?"...die Farbe heißt "camera". Grund genug. Ich weiß nur nicht was seltsamer ist...pinken Nagellack tragen oder Dinge wegen ihres Namens zu kaufen.

Ausgaben für Lebensmittel: 3 Euro

4. November 2012

Tolstoi


Ich habe einmal einen Kurs in Schnell-Lesen gemacht und Krieg und

Frieden in zwanzig Minuten gelesen. Es spielt in Russland.

(Woody Allen)



3. November 2012

Noch Mehr Bücher

Ich konnte es nicht lassen. Im Bücherkaufrausch hab ich wieder um mich geschlagen. Allerdings war es kein unüberlegtes Handeln, sondern von langer Hand geplant. Es betrifft den neuen Thriller von Neal Stephenson, meinem absoluten Lieblingsschriftsteller.
Stephenson zählt zu den Hauptvertretern des Cyperpunk (eine Art Science-Fiction), schreibt aber auch historische Romane.

Hier nun die ersten drei Zeilen des 1022-seitigen Werkes. (Keine Bahnlektüre)

"Richard hielt den Kopf gesenkt. Nicht alle Kuhfladen waren gefroren, und an denen, die es waren, konnte man sich leicht den Knöchel verstauchen. Er hatte sein Gepäck auf eine Reisetasche beschränkt, und so waren die Treter Größe 45, die zwischen den grün-braunen Hügeln hindurchlavierten, schwarze Sportschuhe mit Mesh-Einsatz, die man gut zusammenlegen und in eine Tasche stopfen konnte."


(Neal Stephenson - "Error", Verlag: Manhattan)

Ein Krimi von Agatha Christie ist auch in den Jute-Beutel gewandert. Die Geschichten sind immer spannend erzählt, aber keine allzu schwere Kost. Positiv ist auch das kleine Format und daher super für unterwegs.

"Jeden Morgen, außer sonntags, fuhr Johnnie Butt zwischen halb acht und halb neun seine Runde  durch das Dorf Chipping Cleghorn. Dabei pfiff er auf dem Fahrrad laut durch die Zähne und hielt an jedem Haus oder Cottage, um die Morgenzeitungen durch den Briefkastenschlitz zu schieben, welche die jeweiligen Hausbewohner vom Zeitungshändler Mr Totman an der Hauptstraße  bestellt hatten. So lieferte er dem Colonel und Mrs Easterbrook die Times und den Daily Graphic aus, Mr Swettenham bekam die Times und den Daily Worker, Miss Hinchcliffe und Miss Murgatroyd den Daily Telegraph und den New Chronicle und Miss Blacklock erhielt den Telegraph, die Times und die Daily Mail."


(Agatha Christie - "Ein Mord wird angekündigt", Verlag: Fischer Taschenbibliothek)

Und dann bekam ich noch eine Reihe von Büchern aus Bremerhaven mit:

"Es wird kälter, der Dezember kommt. Ein langer kalter Winter soll es werden, keine heiteren Aussichten. Und doch ist alles so viel leichter als in den letzten Jahren, als doch regelmäßig Mitte Oktober schon die erste zarte Novemberdepression aufkam."

(Christiane Rösinger - "Liebe wird oft überbewertet", Verlag: Fischer)

"Was man im Folgenden lieben kann: die Wurzeln. Wo wir herkommen, erzählt etwas darüber, wo wir hinwollen, vor allem verrät es, warum wir wurden, was wir sind. Was sich eingebrannt hat: chaotische Weihnachten unterm schiefen Tannenbaum und die Sehnsucht nach unschuldigeren Tagen, die immer unerfüllt bleiben muss, weil wir leider nur älter werden können. Die erste Liebe."

(Johanna Merhof - "Heart Core", Verlag: Fischer)

"Lieber Herr Tucholsky, schönen Dank für Ihren Brief vom 2. Juni. Wir haben Ihren Wunsch notiert. Für heute etwas andres."

(Kurst Tucholsky - "Schloß Gripsholm", Verlag: Büchergilde)

Und zum Schluß noch ein Buch, das ich mir in Bremerhaven gekauft hatte, weil es mich förmlich ansprang und "KAUF MICH" schrie. Ich mochte "Das Bildnis des Dorian Gray" sehr und bin auf weitere Werke von Wilde gespannt. Schade, dass es nur bei einem Roman blieb.

"Es war die Nacht am Tage vor seiner Krönung, als der junge König einsam in seinem wunderbaren Gemach weilte. Seine Höflinge hatten ihn verlassen, dem zeremoniellen Tagesgebrauch gemäß die Häupter bis zur Erde neigend. Sie alle hatten die große Halle des Königsschlosses aufgesucht, um dort noch die letzten Unterweisungen vom Hofzeremonienmeister entgegenzunehmen."

(Oscar Wilde - "Märchen und Erzählungen", Verlag: Nikol)

Momentan quäl ich mich ja noch mit Hesse rum. Allerdings hab ich mir jetzt ein Hörspiel vom Glasperlenspiel besorgt. Eigentlich ist das ja Schmu und ich wollte die Klassiker alle lesen. Aber glaubt mir, viel "leichter" ist das Hörspiel auch nicht. Wechselnde Stimmen in wechselnden Lautstärken, begleitet von experimenteller-aggressiver Klaviermusik. Naja, immerhin gebe ich nicht gleich auf.
Nebenher fing ich auch schon mit "Liebe wird oft überbewertet an", was recht verständlich gehalten ist und einen auch mal zum schmunzeln bringt.
Eine Bücherreview steht dann wohl auch an.

1. November 2012

Selbstversuch: 100 € im Monat für Lebensmittel

Diesen Monat ist sparen angesagt. Der Oktober war unerwartet teuer geworden, ohne das ich auch nur die geringste Ahnung hätte, wohin das ganze Gelb überhaupt gewandert ist. (Ich lebte im Glauben ein finanzielles Mini-Pölsterchen zu besitzen.)
Somit wird auch ab heute mit der Führung eines Haushaltsbuches angefangen.
Weihnachten steht kurz vor der Tür. Bis Dezember muss eine Kunstmappe fertig werden und ich muss dafür noch einige Sachen besorgen und entwickeln lassen. Außerdem wäre es auch schön, wenn noch Geld für kleinere Unternehmungen übrig bliebe.
Also heißt das: SPAREN.
Da aber das Vorhaben "Ok, ich spar dann mal." meistens schief geht, weil diese Aussage ja doch irgendwie vage gehalten ist, hab ich mir überlegt wie ich dieses Ziel systematisch angehen könnte.
Drogerieprodukte sind für diesen Monat ja ohnehin tabu, es sei denn die Zahnpaste geht alle. Auf den Kleidungskauf werde ich auch versuchen zu verzichten. Obwohl mir das im Winter schwer fällt, da ich irgendwie immer das Gefühl habe zu wenige Pullover zu besitzen. Da ist maximal der Second-Hand-Shop oder der Weihnachtsmann drin.
Am ehesten könnte ich ein Limit für die Lebensmittelausgaben setzen. Essen ist mir wichtig. Ich esse und koche gern. Allerdings bin ich manchmal etwas faul und kauf auch schnell mal das Frühstück für Arbeit, in der Tanke oder renn mal schnell "rüber" um mir ein völlig überteuertes Fertigprodukt zu holen.
Das ist weder Gesund, noch günstig.
Ich will versuchen diesen Monat mit nur 100 € klar zu kommen und mich dabei noch einigermaßen gesund und ausgewogen zu ernähren.
Das sind ca. 3,33 € am Tag. Da ich noch einiges zu Hause habe und das erst Mal aufbrauchen werde, spar ich die ersten Tage ein und kann "sammeln".
Die Schwierigkeit liegt eher darin, am Wochenende für zwei oder mehrere Personen zu kochen oder ihnen etwas Essbares hinzustellen. (Zweideutigkeiten sind meine Stärke!)
Da muss ich mir noch etwas überlegen.
Ein Vorteil liegt auch noch darin, dass ich die Möglichkeit besitze kostenlos Mittag in der Mensa zu essen. Ich weiß zwar nicht, ob ich das immer in Anspruch nehmen werde, aber wir werden sehen.



31. Oktober 2012

Bremerhaven

Zurück vom Besuch im Bremerhaven mit einem Rucksack voller ungewöhnlichen, witzigen und interessanten Erlebnissen (und ner Menge Bücher).
Angefangen hat es am Freitag. Der Fahrer war ein freundlicher Heilpraktiker, der sich auf die Verödung von Krampfadern spezialisiert hat und dessen Augen bei dieser Thematik anfingen zu leuchten. Schön, wenn man sich für etwas begeistern kann. Doch drehte es sich in den 6 Stunden nicht nur um Aterien und Venen, nein wir tauschten uns auch über die persönlichen Lebensphilosophien aus (wobei ich ja auch noch am entwickeln und weiterentwickeln bin). Ab und an glich der Beifahrersitz, einer Liege beim Therapeuten.
Gelernt hab ich, dass ich meinem Traum folgen sollte, da einen alles andere nicht glücklich machen kann. Und wenn man es nicht versucht, es doch immer bereuen wird.
Zwischenstopp gab es in Bremen um sich gebrauchte Ultraschallgeräte anzusehen.


Nachdem wir festgestellt hatten, dass wir noch alle leben, ging es weiter.

Angekommen bei dem Freund, der mich einige Tage lang ertragen musste, ging es zum Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung zu einer privaten Führung. Ich  hätte nie gedacht, dass mich das Thema Antarktika bzw. Forschung in der Antarktika so begeistern könnte. Unter anderem gab es auch einen kurzen Film über die Neumayer Station und es ging sogar in die Labore des AWI mit dem Kälteraum (gemütliche -20°C). Da hätte man theoretisch an dem millionenjahre altem Eis den "Zunge-dran-und-schauen-ob-man-kleben-bleibt-Test machen können).
Jedenfalls unvorstellbar interessant, wie man es schafft in dieser Umgebung unter anderem 15 Monate zu verbringen. Hut ab und meinen vollen Respekt!
Am nächsten Morgen lief auch die Polarstern im Hafen aus. (Und auch dafür gilt mein Respekt. Monatelang auf einem Schiff zu verbringen und zu arbeiten ist sicher auch nicht sehr einfach.)
Für mehr Informationen einfach die Seite (*klick*) besuchen oder wenn man in der Gegend ist, da mal vorbeischauen. Empfehlenswert!

Samstag haben wir uns den Hafen und das Klimahaus angesehen.



 



 
 




 

Nach einer 3-stündigen Schifffahrt ging es am Sonntag auf die Insel Helgoland.
Oktober ist es da recht windig, also vielleicht wäre eine schneidige Wollmütze ganz angebracht. Ich hab eine vermisst!
Helgoland ist wunderschön. Wir liefen zur "langen Anne" einem freistehenden Felsen. Und dadurch das es Herbst ist, waren auch relativ wenig Touristen unterwegs. Ich mag mir garnicht vorstellen, was da im Sommer los ist. Außerdem kamen einem ständig Fotografen mit "groß-größer-am größten"-Objektiven entgegen, die (wir nahmen es an) die seltenen Vogelarten fotografieren wollten. Lustigerweise hab ich einen Tag vorher, als wir einen kurzen Abstecher in einen Buchladen gemacht hatten, folgenden Satz gelesen "Wir haben heute wieder eine Menge fotografiert und nichts gesehen". Diesen Satz hab ich mir etwas zu Herzen genommen. Natürlich hab ich auch fotografiert, aber mir eben auch Zeit genommen diese Aussicht bewusst zu genießen.
Übrigens besitzt Helgoland auch eine interessante Geschichte.









Montag und Dienstag sahen wir uns noch Mal Bremerhaven und die umliegenden Dörfer an. Es gab typisch norddeutsches Wetter und Fisch mit Krabben.
Die Heimreise wurde mir von einem netten italienischen Mitreisenden versüßt. Dabei ist mir deutlich geworden, dass ich unbedingt mit dem Vorhaben -italienisch lernen- weiter machen muss oder eben meine Englischkenntnisse aufpolieren sollte.
Jedenfalls machte er mir ein wunderbares orginelles Kompliment, das ich auch noch nicht gehört hatte. Angeblich sagt man in Italien, dass Frauen mit schönen Händen auch eine schöne Seele hätten. Ob er sich das ausgedacht hat, weiß ich nicht. Aber es klingt erst Mal gut.
Dieses Wochenende war wundervoll und ich bin sehr Dankbar dafür! +++++




Herzlichen Glückwunsch, Du hast es bis zum Ende dieses Posts geschafft.
Mehr Bilder gibt es übrigens hier: Siljan
Ich werd mir jetzt den Tag noch mit meinem Lieblings-Halloween-Film versüßen, Hocus Pocus mit Bette Midler.
Happy Halloween!

25. Oktober 2012

Aufbrauchen: Drogerieartikel

Typisch weiblich ist vermutlich die Ansammlung von diversen Cremes, Lotions, Shampoos, Gelen, Parfums, Pröbchen, Make up etc. etc. pp.
Das fiel mir besonders in den letzten Wochen auf, als mein Hängeregal von Ikea den Abflug machte und die 1000 Nagellacke auf die Fliesen fielen. Glücklicherweise war meine beste Freundin da und die ist manchmal verdammt praktisch veranlagt. Nagellack lässt sich sehr gut mit Wodka von den Fliesen entfernen.
Jedenfalls lag das ganze Zeug nun im Bad rum und nervte mich wahnsinnig.
Wann lackier ich mir schon mal die Nägel? Und wenn ich es mach, dann eher in klassisch rot oder schwarz. Wer braucht also die gefühlten 1000 Lacke in allemöglichen kreischenden Farben? (Ok, ja, es gibt einige die ihre Nägel gern und viel bemalen. Aber ich nicht. Warum hab ich es dann?)
Und das bleibt ja nicht nur beim Nagellack. Nein. Es geht weiter mit Lotions (ich müsste mich jeden Tag eincremen, um das Zeug mal aufzubrauchen), Shampoos (die leise Hoffnung, nach dem heiligen Gral) und Make up (roter Lidschatten!?).
Die einzige Möglichkeit? Wegschmeissen? Nein, bzw. nur Zeug das wirklich überlagert ist oder das nicht überzeugt hatte. Verschiedene Produkte hab ich verschenkt und mein Make up auf das reduziert, was ich wirklich täglich benutze. Ich kastei mich selbst und renn mit schrillen Nägeln durch die Welt (momentan blau).
Das wichtigste aber. Ich verbiete mir die Neuanschaffung.
Der Nagellack wird jetzt verbraucht und wenn ich dann irgendwann mal wieder Lust auf  Farbe haben sollte, dann hol ich meine altebewährte Lieblingsfarbe.
Genauso mit dem restlichen Zeug, man braucht nur ein Shampoo, ein Duschgel, ein Conditioner. (Falls überhaupt.) Nicht zehn.
Nun heißt es für mich einen großen Bogen um Müller, DM, Rossmann und Co. zu machen, täglich eincremen und öfters mal seltsame Farben zu tragen.

Wie sieht die Belohnung aus?
Mehr Platz! Weniger aufräumen! Weniger Müll! Mehr Geld! (Geschmeidige Haut...)

24. Oktober 2012

Aufgeräumt

Für dieses Jahr hatte ich mir vorgenommen, ordentlicher zu werden. Das nehm ich mir ohnehin zu jedem Neujahr vor.
Leider bin ich ziemlich unordentlich und richtig aufgeräumt wird nur, wenn Besuch ansteht. Nun wäre es eine Taktik, für jede Woche jemanden einzuladen. Oder sich zu überwinden und jeden Tag ein wenig aufzuräumen.
Ich hab auch schon einen Haushaltsplan an der Wohnungstür hängen. Da hängt er auch wirklich gut, aber das mit dem Schweinehund...

Es gab mal eine Zeit, da hab ich es doch ein paar wenige Monate geschafft Ordnung zu halten (das "halten" ist ja immer das Problem). Das lag aber auch nur daran, weil ich neu umgezogen war und nichts besaß. Zwei Teller lassen sich schneller abwaschen, als 10. Eine leere Wohnung lässt sich angenehmer wischen, als eine vollgestellte. Aufräumen ist einfacher, wenn man nichts hat das man wegräumen müsste.

Minimalismus hilft zur Ordnung.

Also hab ich mir überlegt, was mich am meisten auf meinem Schreibtisch stört. (Ja, auch der Müll.) Und das war der "Stifteköcher". Schon allein der Name gefällt mir nicht. Plastik find ich häßlich, blau hat garnicht gepasst. Und zu allem Überfluss sammelt sich jeglicher Nippes an. Stifte die nicht schreiben, irgendwelches Kleingeld, Schrauben usw.
Daher bin ich das Ding erst mal losgeworden und hab mir selbst einen StifteBECHER gebastelt. Und da stehen auch nur Stifte und Scheren drin. Kein Chance für Kleinkram.



Was den Minimalismus auf meinem Schreibtisch anbetrifft, kann man sicher noch etwas reduzieren. Aber für den Anfang reicht das ja erst mal aus.



Ich bin gespannt wie lange der Zustand anhält.