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29. Juni 2012

Braucht man es? Omegle...

Also seit meiner Facebook-Abstinenz ist das surfen etwas langweiliger geworden. Man ist überhaupt nicht mehr auf dem Laufenden, bleibt aber auch vor Sinnlosigkeiten verschont. Viele Bilder ziehen ungesehen an einem vorbei und das ist herrlich erholsam. Man hat wieder etwas mehr Zeit für eigene Gedanken.
Und das Mailschreiben bekomm ich auch hin. Auch wenn es Zeitaufwendiger ist.
Dennoch ist es zuweilen auch etwas trostlos und da stieß ich gestern durch Zufall auf die Seite "Omegle.com".
Eine amerikanische Seite, ähnlich dem Chatroulette, bei der zwei völlig undbekannte Menschen miteinander chatten. Das ist mit Text oder auch Videochat möglich. Man kann auch nach Chatpartnern suchen lassen, mit denselben Interessen oder sich eine Frage stellen lassen und Beide müssen darauf antworten, um ein Gespräch zustande  zu bekommen.
So, nun meine Eindruck dazu: ...mhm...njaaa...ne!
Nach dem obligatorischen "hi" folgt ein ebenso schnelles "asl?".
ASL? Kaum ist man im Chat, muss man nach diversen Ablürzungen googeln.
"Age Sex Location" sagt mir Google.
Ok, nachdem das geklärt war und ich zurück zu Omegle ging, war mein Gesprächsparnter auch schon wieder weg.
Ja, und das ist für mich schon "typisch" für diesen Chat.
Alles wird kurz runtergerasselt und ein richtiges Gespräch kommt garnicht auf.
Bei den wenigen, mit denen ich mehr als 2 min chattete handelte es sich um depressive Schüler, lesbisch devote Studentinnen und Leute auf der Suche nach CS (googelt mal selber).
Alles in allem war es uninteressant, oberflächlich und extrem schnelllebig.
Zu lange gebraucht? NEXT! Falsches Alter? NEXT! Falsches Geschlecht? NEXT!
Kein Bock auf CS? WAS MACHST DU EIGENTLICH HIER?

Stranger: ich lass auch alles mit mir machen :P
You: bin vermutlich nicht lesbisch genug O:-)
Stranger: ^.^ du musst ja nichts mit mir machen... du kannst mir auch einfach irgendwas befehlen, was ich dann mach
You: ...spontan fällt mir fenster putzen ein....wäre echt mal ne option..
Stranger: :P du weißt was ich meine :P
You: is auch versaut..
You: ^^
Stranger: nackt vllt :P
You: meinetwegen...hauptsache streifenfrei...

24. Juni 2012

Leb wohl Facebook und Pinterest

Sonntagabend, die Sonne hat sich seit dem Nachmittag mal wieder verzogen.
Heute bekam ich eine Email (eine richtige Email) von einem Freund, den ich über Facebook wiedergefunden hatte.
Irgendwie ist es schön, mal einen zusammenhängenden Text lesen zu können, in dem ein Thema auch mal wirklich abgehandelt wird und ein echter Dialog entsteht. Ich bin nicht der Typ, der gern und ständig telefoniert und beschränke mich seit je her auf Chat und "Nachrichten" (viel mehr "Nachrichtchen"). Selbst für reguläres Email-schreiben war ich zu faul. Asche auf mein Haupt.
Aber nun, nach all dem Hin und Her mit Facebook, die ständigen Änderungen, "Verbesserungen", der Gang zur Börse und nun auch die Diskussion um die Bildrechte, haben selbst mich abgeschreckt.
Warum ich nicht schon eher mein Konto gelöscht hatte, lag daran...dass ich natürlich nicht den Kontakt zu meinen rund 70 Freunden verlieren wollte. Und das denk ich, ist der Hauptgrund dafür, warum viele Facebook noch ertragen.
Aber letzten Endes, hat man denn wirklich mit all den Leuten Kontakt? Mag man sie denn überhaupt? Und was bringt es einem? Ist es nicht auch irgendwie stressig, ständig Kontakt halten zu müssen? Irgendwie schließt man dadurch auch bestimmte Beziehungen und Lebensetappen nicht ab, nicht wahr!?
Bevor ich mein Konto endgültig gelöscht habe, schrieb ich noch eine Rundmail mit meiner Email-Adresse und Handynummer.... Nun werde ich ja sehen, welcher meiner 70 Freunde sich zu einer Email aufrafft.

Bei Pinterest tut es mir etwas leid. Die Seite mochte ich.
Für diejenigen, die es nicht kennen... bei Pinterest handelt es sich um eine englisch-sprachige Seite, bei der man Bilder, Inspirationen, Ideen online pinnen kann. Das klingt jetzt vielleicht etwas öde, aber je nach dem wofür man sich interessiert (in meinem Fall waren es da besonders die "Do-It-Yourself"-Pins), kann man sich eine kleine Gedächtnisstütze basteln und von anderen inspirieren lassen.
Leider ist es mal, wie alles im Netz, etwas zwiespältig. Einerseits ist das eine tolle Sache...ein ideeller Austausch...andererseits ist es Bilderklau und verletzt die Urheberrechte.
Nunja...aber ohne Facebook (und bei Twitter bin ich nicht) kein Pinterest.
Zwiespalt erledigt.