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25. September 2012

Großformatige Liebe

Die letzten Abende verbrachte ich in meiner Wohnküche/Fotolabor. Samstags kam ich erst viertel nach fünf ins Bett und die letzten zwei Abende gegen elf. Ich hab länger nicht mehr entwickelt, da es immer ein ziemlicher Aufwand ist und eben auch Zeit in Anspruch nimmt. Aber ich liebe es.
Zu sehen wie ein Bild entsteht, wie man es "schafft". Alles davon. Nicht nur auf den Auslöser drückt, im Photoshop hübsch retuschiert und dann eventl. noch zum Rossmann oder DM bringt.
Nein, ich bin die ganze Zeit dabei und mach alles selbst. Die Bilder werden nicht perfekt und ich bin auch noch weit davon entfernt sie "gut" zu nennen. Trotzdem bin ich auch ein wenig stolz auf mich.
Ich hab nichts gegen digitale Fotografie und ich optimier die Bilder auch sehr gern am Rechner. Dagegen ist nichts einzuwenden.


Diese erneute Liebe zur analogen Photographie kommt auch nicht von ungefähr.
Samstag kam das heißersehnte Paket.
Und ich kann nun eine wundervolle Reisekamera mein eigen nennen. Ich glaube, sie ist meine erste richtige "Luxus"-Anschaffung. (Möbel. etc. zählen nicht, da sie notwendig sind.)
Und sie ist für ihre 100 Jahre, auch relativ gut erhalten und recht praktisch.
Man kann sie gut in einer Tasche transportieren und so schwer ist sie auch nicht. Da ist meine Arbeitstasche gefühlte Tonnen schwerer.
Außerdem hab ich festgestellt, dass sie meine Kreativität zu Lösungen fördert.  Kleine Tricks. Einen Pullover, einen Haargummi und eine kleinen Decke, um Papier lichtdicht in die Kassetten zu legen. Eine Leggins gepimpt mit einer Klorolle, als Blendschutz für die Mattscheibe. Und so weiter.
Ich bin verliebt!

Die nächsten Wochen werde ich wohl noch sehr viel Zeit mit ihr verbringen.

17. September 2012

Diane Arbus in Berlin

Letzten Samstag hab ich mich kurzfristig für einen Tagesausflug nach Berlin entschieden. Denn ich wollte unbedingt die Diane-Arbus-Ausstellung im Martin-Gropius-Bau ansehen.

Diane Arbus (14.03.1923 - 26.07.1971) ist für mich eine beeindruckende Fotografin, die einen besonderen Blick für die Menschen besaß. Sie hatte ein Faible für "außergewöhnliche" Menschen. Leute mit Behinderungen, mit diversen Fetischen und ungewöhnlichen Freizeitaktivitäten. So ziemlich alles was damals, so wie auch heute, als allgemein morbid gilt. Worüber man nicht spricht und schon garnicht fotografiert. Diane Arbus hat es getan....und das mit einer Art, die halb voyeuristisch und halb kindlich neugierig anmutet. Jedenfalls empfinde ich es so.
Was ich so besonders beeindruckend an ihren Bildern empfinde, ist diese ungeschönte Betrachtung von den Porträtierten. Einerseits, entriss sie ihnen die Maske, andererseits wirkten sie dadurch noch maskenhafter. Niemand besitzt auf den Fotografien eine wirklich vorteilhafte Pose, wie sehr sie sich vermutlich auch dafür abgemüht hatten. Diane Arbus wartete vermutlich so lange, bis die Pose in sich zusammen fiel oder knippste bereits das Bild, bevor man diese einnehmen konnte. Und trotzdem, trotz dieser "Natürlichkeit" wirken die Gesichter maskenhaft...wie alte Gummimasken.
Viele meinen, ihre Bilder seien häßlich...ich denke sie wollte "das Häßliche" fotografieren. Nur das sich meiner Meinung nach die "Freaks" nicht von den "Normalen" unterscheiden.

Alles in allem eine schöne Ausstellung, die nur noch bis nächsten Sonntag geht.
Wenn man es aber bis dahin nicht mehr schafft und sich dennoch für diese Künstlerin interessiert...die zu dem auch ein recht bewegtes Leben geführt hatte, dem kann ich die Biografie ans Herz legen. "Schwarz-Weiß, Das Leben der Diane Arbus" von Patricia Bosworth oder den Film "Fell" ("Fur" im englischen) mit einer zauberhaften Nicole Kidman, die den halben Film über eine Rolleiflex mit sich rumträgt (Hach!).


9. September 2012

Sonntagabend

Mein Wochenende war super. Gestern ging es zum Antik- und Trödelmarkt und ich konnte sogar ein Bild ergattern. Ich war auf der Suche nach diversen Bildern und Kameras...und damit auch nicht die Einzige. Beim nächsten Mal (also vermutlich nächsten Samstag) heißt es dann, früher aufstehen und noch ein paar Schätze abstauben.
Leider hatte ich meine Digital-Kamera vergessen. Schade, da gab es ganz hübsche Motive. Wird nachgeholt!


Außerdem gibt es jetzt auch die zweite Staffel von "Downton Abbey". Darauf habe ich sehnlichst gewartet. Die Kleider...und die Frisuren....und das Haus...die Bibliothek erst...!

 Heute Mittag gab es ein Debüt zu feiern. Selbstgemachtes Sushi. Mein Freund hatte den Einfall und ich bin total begeistert. Unsere Maki waren toll. Nicht schön, aber selten. Statt rohem Fisch, haben wir geräucherten Lachs genommen. Dazu gab es noch Gurke, Karotte und Avocado. Mhh...yamm.
Wird es jetzt wohl öfter geben.


3. September 2012

Last Days






Usedom: Teil 3

Hier noch zwei analoge Bilder von Usedom, die ich heute abgeholt habe. Die Weiße Leuchtbake in Swinemünde/Świnoujście und Schwäne am Strand bei Ahlbeck.