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9. Februar 2013

Ich lebe noch

Ja, seit Weihnachten und Neujahr ist doch schon wieder etwas Zeit ins Land gegangen. Die letzten Wochen war mir so gar nicht nach schreiben und jetzt weiß ich gar nicht so recht wo ich anfangen soll.
Nach meiner "Hänge", hab ich es dann doch noch geschafft meine Fotomappe fertig zu stellen und abzuschicken....natürlich genau zum Fristende.
Jetzt muss ich warten und bangen und hoffen und beten. Und mag auch gar nichts weiter dazu sagen, bis ich einen Antwortbrief erhalte.

Büchertechnisch habe ich natürlich auch wieder einiges gelesen und gekauft, möchte aber heute nur zwei Sachen vorstellen, da ich den Post nicht sprengen möchte.

Gekauft habe ich mir nun endlich "Alice im Wunderland" und bin von dieser (ungekürzten) Ausgabe ganz besonders angetan. Die Illustrationen von Robert Ingpen sind wirklich wunderschön und ich kann nicht genug davon bekommen durch dieses Buch zu blättern.
Und um noch ein Sahnehäubchen drauf zu setzen gibt es am Ende des Buches noch etwas zu der Entstehung und dem Wert von Alice im Wunderland, sowie Abbildungen des Originals zu sehen.
Davon könnten sich andere Verlage ruhig eine Scheibe abschneiden, denn gerade Märchenbücher sollten ein Augenschmaus sein.

'Alice fing sich an zu langweilen; sie saß schon lange bei ihrer Schwester am Ufer und hatte nichts zu tun. Das Buch, das ihre Schwester las, gefiel ihr nicht, denn es waren weder Bilder noch Gespräche darin. "Und was nützen Bücher", dachte Alice, "ohne Bilder und Gespräche?"'

("Alice im Wunderland" von Lewis Carroll, Verlag: Knesebeck)

Nun von den alten Märchen und Klassikern, zu den modernen "Märchen". Aus der Bibliothek ein neues Hörbuch von Nick Cave. Ich wusste ja gar nicht, das der schreibt.
Nun hab ich letztes Wochenende gemeinsam mit meinem Freund in "Der Tod des Bunny Munro" reingehört und muss sagen, ...interessant! Ich hab zwar gelesen, dass das Buch einige vernichtende Kritiken bekommen hat, aber nun muss sich ja jeder sein eigenes Urteil erlauben dürfen. Und nach CD 1 find ich es noch ganz amüsant. Ich denke man darf die "chauvinistischen" Schilderungen nicht zu ernst nehmen und dass sie auch nicht so gemeint sind. Wer aber mit Sarkasmus nicht umgehen kann, versteht eben so manchen Witz nicht. (Lustigerweise wurde in diesem Zusammenhang auch oft Charles Bukowski genannt und ratet mal, was ich noch aus der Bibliothek geliehen habe!?)

"Bunny Munro verkauft einsamen Frauen Kosmetikartikel und den Traum vom Glück. Nach dem plötzlichen Tod seiner Frau tut er das einzig Sinnvolle, das ihm einfällt: Er packt seinen Sohn ins Auto und fährt einfach los. Während Bunny Senior also seinem Job nachgeht und vor eifersüchtigen Ehemännern flieht, sitzt Bunny Junior im Auto und versucht, dem Geist seiner Mutter zu glauben, dass alles gut wird. Doch als Bunny seinen alten Vater aufsucht, die Boshaftigkeit in Person, hat seine Stunde scheinbar geschlagen..."

("Der Tod des Bunny Munro" von Nick Cave, gelesen von Blixa Bargeld, Verlag: der Hörverlag)