Seiten

30. Juni 2014

Zurück von Hiddensee

Und da bin ich wieder. Zurück aus dem Urlaub. Und was soll ich sagen? Es war schön. Sehr schön. Hiddensee ist ein wahrer Traum und ich hatte irre Glück mit dem Wetter. Jeden Tag Sonnenschein, außer am Abreisetag, aber na mei...
Aus der Yoga-, Kräutersammlungs-, Kinosache ist nicht viel geworden. Hab eigentlich nichts von dem gemacht. Eigentlich hab ich nur die Sache mit "Vermutlich werde ich am ersten Tag, nach massig Sternanislikör im Vollrausch im Wasser untergehen." eingehalten. Gut, das untergehen blieb aus. War zu kalt. Nagut und die Sache mit: "Ich hoffe auf Sonne satt, Pipi-warmes Wasser, 1-A-Fotovorlagen und 'nen verwegenen Surflehrer.", (Zur Not tut es auch ein Rettungsschwimmer...HA! Scherz...) war auch erfüllt. Ich hatte die Tage ein wenig Reisetagebuch geführt und dachte, es wäre ganz witzig die wenigen Gehirnergüsse mit euch zu teilen. Diese folgen nun in den nächsten Tagen.

Außerdem noch eine Reihe an Fotos, die aber teilweise noch entwickelt werden müssen. Hier also der Anfang mit der digitalen Variante. Achtung Kitsch! (Außerdem unbearbeitet und künstlerisch anspruchslos...wie immer eben...)




















Auf die Ohren:
Warpaint - Lissie's Heart Murmur

20. Juni 2014

Päuschen

Denn ich fahr in den Urlaub. Wuhuu. Es geht auf die Insel Hiddensee. Ich bin ja gespannt. Ich hoffe auf Sonne satt, Pipi-warmes Wasser, 1-A-Fotovorlagen und 'nen verwegenen Surflehrer. Und ich hasse Enttäuschungen!

Ich werde versuchen ganz viel zu fotografieren. Das Gepäck besteht ohnehin hauptsächlich aus Kameras. (Fuji Instax Mini 90, Agfa Preisbox, Olympus-Analog-Knippse, Digitale)  Dann möchte ich natürlich an den Sitten und Bräuchen dieser nordischen Kultur teilnehmen. Das heißt Fussball am Samstag mit Einheimischen. Ich vermute es wird Unmengen Küstennebel fließen. (Trinken die das eigentlich da oben?) Und dann Baumyoga am Montag und Mittwoch. Hehe. Na falls ich es so früh aus dem Bett schaffe...und es nicht zu kalt ist...und ich mich sportlich fühle (wohl eher nicht...fällt wahrscheinlich aus). Kräuterwanderung, Kino und eventl. Theater. Und dann noch eine Führung durch das Naturschutzgebiet. Stand Up Paddling und Uschi-Obermaier-mäßiges Nachtbaden. Steht jedenfalls auf der Liste. Vermutlich werde ich am ersten Tag, nach massig Sternanislikör im Vollrausch im Wasser untergehen. Lassen wir uns überraschen. Genießt den restlichen Juni ihr Lieben. Hoffentlich meint es die Sonne gut mit uns.

Achja, und ab 21. Juni werden die Tage wieder kürzer. (Das mit dem positiv Denken funktioniert voll gut.)


Auf die Ohren:
Black Rebel Motorcycle Club - Some Kind Of Ghost

19. Juni 2014

Agfa Preisbox(en) Teil II oder Dresden bei Tag und Nacht oder Reklam(e)/ation



Zweiter und letzter Teil meiner Miniserie. Jetzt muss ich erst wieder die Kamera zur Hand nehmen und auf die Straße ziehen. Ersteres Bild find ich jetzt, nach Jahren, total klasse. Erinnert an ein schlecht gemachtes, altes Zeitungsbild. Yeah. Und verschwommen ist sowieso DER SHIT (Tut mir leid, wollte ich schon immer mal sagen). Das kommt dabei raus, wenn man kein Stativ benutzt.



Auf die Ohren:
Lana Del Rey - Body Electric

18. Juni 2014

Agfa Preisbox(en) Teil I


Naja, ich wühl immer noch durch alte Fotobestände. Diesmal Fotos von meiner Agfa Preisbox, das gute Stück. Ich brauche immer Ewigkeiten bis ich die Bilder gut finde. Ist vielleicht wie mit dem "Schönsaufen" am Ende des Abends. Aber mal ohne falsche Bescheidenheit, für das Teilchen...also...lackierte Pappe und Blech...lässt sich das Ergebnis sehen. Boxkameras gibt es in jedem gut sortierten An- und Verkauf (hehe) oder Antiquariat. Einfach einen Rollfilm rein und sich nette Objekte (oder Subjekte) raussuchen. Rollfilme gibt es in Fotofachgeschäften oder im Internet.

Wer wie ich, fasziniert von dieser Art der Fotografie und den Resultaten ist, sollte sich folgendes Sammelsurium ansehen: Agfa-Box. Leider verweilt der Künstler nicht mehr unter uns, aber seine Bilder bleiben. Und schön sind sie. Manchmal erst auf den zweiten Blick.



Auf die Ohren:
The River Cry - To The Sea

17. Juni 2014

Audrey und Merle

Seit Kindheitstagen an bin ich ein Bildermensch. Nagut, Bilderbücher fand ich doof und hab ich kaputt gemacht. Eine meiner frühsten Erinnerungen war ein seltsames Kinderbuch. Keine Ahnung wie das hieß und ich mochte es auch nicht sonderlich. Irgendwie fand ich es etwas gruselig. Es ging um ein kleines Mädchen, mit braunem Bob und rotem Mantel (sehr französisch), dass einen Ausflug in den Zoo machte. Der Zoo war im Jugendstil gehalten. Jugendstil ist toll und ich liebe die Belle Epoque, aber sie hat schon arg etwas Düsteres. Und als Kind, fand ich es schon sehr befremdlich. Jedenfalls konnte ich stundenlang diese Bilder anstarren, weil sie seltsam schön waren und so ist das bis heute. Ich glaube das ist so eine Sammel-Besitz-Wut, die man dann an den Tag legen kann. Bilder ansehen. Bilder sammeln. Bilder besitzen. Und dann liegt es nah, dass man auch selber welche machen will. (Wenn jemand weiß, welches Kinderbuch ich meine, bitte, bitte mir mitteilen! Danke!)

Regelmäßig wird der Rechner (naja, mittlerweile hab ich es im Griff) zugemüllt mit diversem Bildmaterial. Letztes Jahr machte ich mir mal den Spaß, zwei Bilder einfach auf Papier auszudrucken und dann auf Fotopapier zu entwickeln. Eines von Audrey Hepburn fotografiert von Cecil Beaton (leider gibt es keine freiverkäuflichen Poster oder Kunstdrucke...bzw. hab ich etwas in der Art noch nicht gefunden) und ein Bild von Merle Oberon (Name des Fotografen ist mir leider nicht bekannt).


Also gestochen scharfe Bilder, nicht. Und Kontrast, gib ihm. Aber ich bin vermutlich schnell zu begeistern und anspruchslos wie, ähm, jemand der verdammt anspruchslos ist. Immerhin ist es eine Idee und sicherlich gibt es Leute da draußen, die das auch besser umsetzen können. (Aber ich mag es, dass man denken könnte es wäre mit Microsoft Paint bearbeitet. Auf Paint lass ich nix kommen!) Also Entwickler in die Hand und los gehts.

Auf die Ohren:
Sibylle Baier - The End

16. Juni 2014

Küchenbilder

Also die letzten Tage waren bei mir seeeehr still. Und ich lebte zurückgezogen wie eine Nonne. Ich hab sogar das tolle Neustadt-Fest verpasst, auf das ich mich gefreut hatte. Schade. Aber egal. Immerhin hab ich ein Hörbuch geschafft (Mängelexemplar von Sarah Kuttner), dass super auf meine Situation passt/e. Und ich hatte viel Zeit zum nachdenken. Kennt ihr das? Wenn man mit sich selbst Interviews führt? Man stellt sich Fragen in der dritten Person und beantwortet diese, natürlich so professionell wie möglich. Und irgendwie lernt man sich dadurch besser kennen. Irgendwie schräg, nicht!?

Außerdem hab ich mal wieder in meiner Fotokisten gekramt und noch zwei weitere Bilder rausgefischt. Wieder welche aus meiner Küche. Da bekomm ich gleich wieder Lust, weitere zu machen. Allerdings hatte ich mein kleines Labor abgebaut und in den Keller getragen, um mehr Platz in der Wohnung zu haben. Und ist so weit...und schwer...und Arbeit...und ich = faul. Mal sehen. Und ich muss auch erst mal aufräumen, bevor ich wieder alles zumüllen kann. Schließlich muss dieser "Fluss" eingehalten werden.



Ich wünsch Euch einen fröhlichen oder wenigstens zufriedenen, aber keinesfalls einen traurigen Wochenstart. ;-)

Auf die Ohren (gab es ja ewig nicht mehr):
Abra Moore - I Win

13. Juni 2014

Charon





Ich möchte tanzen, auf einem Stück Papier.
Ich möchte getragen werden, über das offene  Meer.
Doch statt Veilchen bekomme ich einen Strauß voller Dornen.
Quäl mich mit dem Nachtmahr in meinem Traum.

Ich werf die Münze in des Fährmanns offene Hand.
Er trägt mich über den Acheron, in ein ferneres Land.
Dort fliegen die Pollen über den Berg wie eine Gischt
Es liegen die wilden Blumen dicht an dicht.

Längst verblasst, ist schon mein Gesicht.

10. Juni 2014

Fall ab, Herz



 
Fall ab, Herz vom Baum der Zeit,
fallt, ihr Blätter, aus den erkalteten Ästen,
die einst die Sonne umarmt',
fallt, wie Tränen fallen aus dem geweiteten Aug!

Fliegt noch die Locke taglang im Wind
um des Landgotts gebräunte Stirn,
unter dem Hemd preßt die Faust
schon die klaffende Wunde.

Drum sei hart, wenn der zarte Rücken der Wolken
sich dir einmal noch beugt,
nimm es für nichts, wenn der Hymettos die Waben
noch einmal dir füllt.

Denn wenig gilt dem Landmann ein Halm in der Dürre,
wenig ein Sommer vor unserem großen Geschlecht.

Und was bezeugt schon dein Herz?
Zwischen gestern und morgen schwingt es,
lautlos und fremd,
und was es schlägt,
ist schon sein Fall aus der Zeit. 

(Ingeborg Bachmann) 


9. Juni 2014

Blue



Seht ihr dieses satte Blau? Ist das nicht der Wahnsinn!? Die Ausdauer (und Hoffnung in das IMPOSSIBLE-Team) hat sich gelohnt! Ich hatte nicht damit gerechnet. Schon garnicht mit so einer intensiven Farbe. Und das bei Sonnenschein und knapp 25°C. Herrlich. Aufgenommen im schönen Weimar am Abend.

Die anderen beiden Bilder entstanden am gleichen Abend und spiegeln perfekt meinen leicht getrübten Blick, zu späterer Stund. Oder liegt die Farbe tatsächlich an der vielbesagten blauen Stunde? Hm. Man weiß es nicht.

 

 

Die blaue Stunde


Der alte Mann sagt : mein Engel, wie du willst,
wenn du nur den offenen Abend stillst
und an meinem Arm eine Weile gehst,
den Wahlspruch verlorener Linden verstehst,
die Lampen, gedunsen, betreten im Blau,
letzte Gesichter! Nur deins glänzt genau.
Tot die Bücher, entspannt die Pole der Welt,
was die dunkle Flut noch zusammenhält,
die Spange in deinem Haar scheidet aus.
Ohne Aufenthalt Windzug in meinem Haus.
Mondpfiff - dann auf freier Strecke der Sprung,
die Liebe geschleift von Erinnerung.

Der junge Mann fragt: und wirst du auch immer?
Schwör’s bei den Schatten in meinem Zimmer,
und ist der Lindenspruch dunkel und wahr,
sag ihn her mit Blüten und öffne dein Haar,
und den Puls der Nacht, die verströmen will!
Dann ein Mondsignal, und der Wind steht still.
Gesellig die Lampen im blauen Licht,
bis der Raum mit der vagen Stunde bricht,
unter sanften Bissen dein Mund einkehrt
bei meinem Mund, bis dich Schmerz belehrt:
lebendig das Wort, das die Welt gewinnt,
ausspielt und verliert, und Liebe beginnt.

Das Mädchen schweigt bis die Spindel sich dreht.
Sterntaler fällt. Die Zeit der Rosen vergeht:
ihr Herren, gebt mir das Schwert in die Hand,
und Jeanne d’Arc rettet das Vaterland.
Leute wir bringen das Schiff durch’s Eis,
ich halte den Kurs, den keiner mehr weiß.
Kaufe Anemonen! Drei Wünsche das Bund,
die schließen vorm Hauch eines Wunsches den Mund.
Vom hohen Trapez im Zirkuszelt
spring ich durch den Feuerreifen der Welt,
ich gebe mich in die Hand meines Herrn,
und er schickt mir gnädig den Abendstern.

(Ingeborg Bachmann)

8. Juni 2014

Yellow

Ein kleiner Kurztrip in eine andere Welt, hilft sich zu erinnern was man eigentlich vom Leben erwartet hatte. Das heißt nicht unbedingt von goldenen Löffeln zu essen (auch wenn das ein nettes Gimmick ist). Einfach nur in den Himmel zu starren, in einer fremden Umgebung und den "perfekten" Moment zu erleben. So persönlich, so intim und so schön, dass es ein Leben wert ist.





Jeder muß wissen, worauf er bei einer Reise zu sehen hat 
und was seine Sache ist.

(Johann Wolfgang von Goethe)