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25. Juni 2015

Tag 80!?... Morgenübelkeit!



Übelkeit macht keinen Spaß. Egal ob schwanger oder nicht. Egal ob morgens, mittags oder abends oder wie auch bei mir ganztägig und wochenlang. Daher muss ich im Moment noch verächtlich mit der Nase rümpfen, wenn es heißt „Genieß die Zeit“…Ja, wie denn???... Oder man den neuen Newsletter von HIPP bekommt und im Betreff steht „Morgenübelkeit. Sie haben es geschafft!“ Nein hab ich nicht. Säcke…

Es gab Wochen, da kam ich gar nicht ans Essen ran. Kochen ging auch nicht, wegen der Gerüche. Das ging längere Zeit so und irgendwann macht man sich ja auch Sorgen ob der Krümel im Bauch denn genügend versorgt wird. Ich bin zwar kein Fan von Nahrungsergänzungssachen, aber in solchen speziellen Fällen (wenn gar nichts reingeht) sollte man dann vielleicht doch dazu greifen. Bisher hab ich 3 Kilo abgenommen (was ich unfairerweise die letzten Jahre nur mit Fasten oder Vegan und Low Carb geschafft hatte), wobei der Bauch ja wächst und ich nun mittlerweile in der 17. Schwangerschaftswoche bin.  Um aber jetzt vielleicht auch mal brauchbare Informationen weiter zu geben, hab ich drei Sachen die keine Wunder bewirken, aber diese Zeit dennoch etwas erträglicher machen.

Tipp 1:
Kochen geht nicht, Gerüche gehen nicht, Appetit hat man nicht. Garnichts zu essen bringt nichts, da der Körper ja trotzdem Energie braucht und jetzt mehr als zuvor. Ich hab dann angefangen mir einfache Salate zu machen. Tomatensalat mit Zwiebel, Knoblauch, Öl und Essig. Und wenn ich mutig war mit Mozzarella oder Feta und Thunfisch (wobei Fisch auch gaaaaaanz lange nicht ging). Oder dänischer Gurkensalat, sowie Obst waren eigentlich nie ein Problem. Natürlich ist es besser, wenn man noch gehaltvollere Dinge zu sich nimmt. Die einfachen Salate sind auch nur für die ganz schlimmen Tage. Also, Rohkost.

P.S.: Ist mir gerade noch eingefallen. Ich habe sehr gute Erfahrungen mit vietnamesischem und thailändischem Essen gemacht. Diese sind ja eher leicht und frisch, nicht zu stark gewürzt und auch oft nur gegart oder angeschwitzt und daher ging das eigentlich immer. Wer wieder Angst hat wegen des Kochens und der Gerüche, dem kann ich selbstgemachte Sommerrollen sehr empfehlen.

Tipp 2:
Melissentee. Hilft mir gut. Ich hab jetzt nicht Melissentee und Schwangerschaft gegoogelt, weil ich einmal auf einer Seite gelandet bin, wo sämtliche Teesorten dieser Welt als „gefährlich“ und „gefährdend“ eingestuft worden und ich seitdem solche Sachen vermeide nachzugoogeln. Wenn ihr Angst habt, dass 1-2 Tassen dafür sorgen, dass eurem Kind ein drittes Bein wächst, dann lasst es lieber. Allen anderen kann ich sagen „Go for it“. Melisse ist ein leichter angenehmer Tee, beruhigt meinen Magen und füllt ihn morgens.

Tipp 3:
Kleine Spaziergänge. Nichts ist so schlimm, wie aus dem Bett raus zu müssen in dem man sein Elend schon komplett gemacht hatte. Man weiß, dass schon allein der Weg zum Bad, Kreislaufprobleme verursacht, aber tagelang nur im Bett zu verharren, bringt auch nichts. Muskeln müssen bewegt werden, sonst werden sie noch schlaffer und wenn man schon niedrigen Blutdruck hat, sollte mal ab und zu ein wenig Blut durch die Adern gepumpt werden. Daher haben mir kleine (wirklich kleine) Spaziergänge geholfen. Kurz ums Haus, frische Luft auf dem Balkon, kleine Hausarbeiten. Übernehmen sollte man sich nicht, denn dann hat man tatsächlich wieder mit Kreislaufproblemen oder Übelkeit zu tun. An guten Tagen sollte man schon mit leichtem Sport anfangen. Ich warte aber auch noch auf meine richtig guten Tage…bis dahin reicht der Spaziergang  aus XD

 Lektion für Leben: Hafer kauen hilft bei Sodbrennen und bei Beinkrämpfen. BÄHM!